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Krasse Sache o.o

Donnerstag, 8. Dezember 2011 ♥

Ich hab eben einen Artikel im Netz gelesen, der mich total getroffen hat.
Lest selbst. Hier auch.

Viele Spenden für Japan wurden für den Walfang ausgegeben. Wie krass ist das denn bitte? Die Gelder sollten doch eigentlich den Menschen in Not helfen und für den Wiederaufbau gedacht sein! Ich persönlich find das Ganze eine absolute Katastrophe. Ich bin ein großer Gegner von Walfang (was ja auch in der EU verboten ist, deshalb ist Norwegen ja kein EU-Mitgliedsland). Ich bin sprachlos und schockiert..
Ich hab damals übrigens nichts gespendet, weil man bei sowas nie weiß, wo das Geld landet oder wofür es ausgegeben wird - und das hat sich ja auch wieder bestätigt.

EDIT: Auszug aus


Was sagt ihr dazu?

xxx

9 liebe Worte ♥ :

NinjaHase schrieb am 8. Dezember 2011 um 14:26 folgenden Kommentar:

Mal vorweg; ich finde es natürlich furchtbar, dass Wale getötet und gejagt werden. (Das finde ich bei allen Tieren furchtbar. Und meiner Meinung nach macht es keinen Unterschied, ob man eine Kuh tötet oder einen Wal)

Aber die Spendengelder werden für den Wiederaufbau genommen. Dass das in Japan in Küstenregionen, die fast ausschließlich vom Walfang leben, eben beudetet die Schiffe zu sanieren und die Jagd zu fördern, muss eigentlich Jedem vorher klar gewesen sein.
Genauso würde ein anderes Land Mastbetriebe, Zuchtfarmen oder Schiffe für den "normalen" Fischfang wieder sanieren.
Dass es in Japan grade Wale trifft ist angesichts der geringen Population und Fortpflanzungsrate natürlich furchtbar - im Grunde aber kein Unterschied zu anderen Tieren.

JayJay schrieb am 8. Dezember 2011 um 14:32 folgenden Kommentar:

Aber es wurde doch nicht gespendet, um den Walfang an den Küstenregionen zu unterstützen, DAS ist aber das Wesentliche, wohin die Gelder fließen! Nicht alles, aber viel halt. Ich als Vegetarier find Tiere töten generell grauenhaft, deshalb bin ich da nochmal empfindlicher.

NinjaHase schrieb am 8. Dezember 2011 um 14:38 folgenden Kommentar:

Ich glaube du hast meinen Kommentar nicht ganz verstanden. Natürlich ist das für Spender nicht schön, aber zu erwarten.

Wenn man an eine zerstörte Region spendet, die teilweise von Walfang lebt, muss es doch wohl klar sein, dass der Walfang saniert wird. Andernfalls würden diese Regionen doch zusätzliche wirtschaftliche Probleme bekommen.
Natürlich sollte der Walfang abgeschafft werden (genau wie jede Form von Mord an Tieren), aber das erreicht man über andere Wege.
Daher auch mein Beispiel oben bei anderen Regionen. Wenn woanders ein solches Unglück passiert wäre, würden dort auch die Mastbetriebe und Schlachthäuser neu aufgebaut werden. Das ist in der Summe am Ende kein Unterschied.

Übrigens bin ich Veganer. Heißt ich lehne jegliche Tierausbeutung ab. Das hat nichts mit Empfindlichkeit zutun, sondern mit der Realität. So traurig sie auch sein mag.

JayJay schrieb am 8. Dezember 2011 um 14:46 folgenden Kommentar:

Für mich wars nicht zu erwarten, ich bin einfach nur fassungslos darüber und Greenpeace anscheinend auch.
Empfindlichkeit ist vielleicht der falsche Ausdruck, aber für uns ist das vielleicht noch'n Zahn schärfer als für Fleischesser.. die können ja damit leben, dass Tiere getötet werden (mein Vater ist Fleischermeister, der tut sowas täglich).

NinjaHase schrieb am 8. Dezember 2011 um 15:03 folgenden Kommentar:

Naja Greenpeace solltest du da schon gesondert betrachten.
Für die war es selbstverstänlich auch zu erwarten - allerdings ist es ein gefundenes Fressen, um den Walfang wieder in die Köpfe der Menschen zu bringen.
Es funktioniert ja auch einwandfrei.

Grundsätzlich finde ich es natürlich gut, dass Greenpeace so eine Welle schlägt. Denn Walfang ist und bleibt furchtbar.
Allerdings sollte man die Menschen dahinter sehen. Vom Walfang hängen viele Existenzen in Japan ab, die eine Alternative brauchen.
Natürlich hätte die Regierung auch in diese Alternativen investieren können, dann hätte es aber noch länger gedauert, ehe die fraglichen Regionen wieder auf die Beine kommen.
Entsprechend muss man das Unabhängig von den Spendengelder sehen und die Regierung eher unter Druck setzen, Alternativen zu suchen.

Natürlich stehen die Menschen in Japan generell noch vor dem Nichts. Der ganze Boden ist kontaminiert. Menschen, die dort gezüchtetes Gemüse gegessen haben (s. Artikel über die TV Reporter) sind zum Großteil an Krebs erkrant.
Sowas dauert. Und die Japanische Regierung ist nun auch nicht für ihr Krisenmanagement bekannt.
Aber selbst in Deutschland, wo jeder Furz einen eigenen Amtsvertreter hat und bürokratisch durchgesprochen wird, würde sowas ewig dauern.

Wenn man es so nimmt, ist der Walfang sogar eine ungefährlichere Alternative als die Reinvestition in Ackerland.
Trotzdem natürlich furchtbar. Keine Frage.

Kim schrieb am 8. Dezember 2011 um 15:38 folgenden Kommentar:

ich bin ich immer der meinung,das das gespendete geld gar nicht bei den menschen/tieren ankommt :o beim rtl spendenmarathon haben die doch eh mehr als die hälfte an bearbeitungskosten etc. aus dem fenster geschmissen -.-*

Mercury schrieb am 8. Dezember 2011 um 21:20 folgenden Kommentar:

Das mit den Böden... Die Japaner haben eine andere Mentalität. Man meinte ja, die Russen schweigen alles tot, aber die Russen haben ihre Leute von Tschernobyl weggeschickt. Keine Landwirtschaft mehr auf stark kontaminiertem Boden. Die Japaner allerdings spielens runter, bewirtschaften das alles einfach weiter. Und sie haben auch alle diese marken auf den prosukten, aus welcher region das kommt. Und so stand meine Freundin letztens neben einer jungen Mutter mit Säugling im Supermarkt in Japan, las sich jede Milch durch, damit sie keine Strahlenmilch kauft... und die junge Mutter greift einmal ins Regal zu irgendeiner Strahlenmilch und stellt sie ungelesen in den Wagen. Hier in deutschland würde niemand diese Milch kaufen! Und da verkauft sie sich ganz normal. Das ist kein Einzelfall, sie hat sowas schon oft beobachtet (lebt seit oktober da). Und auch unser japanischer Besuch hat und erklärt, dass bei ihm in tsukuba ja gar kein Problem herrscht, weil da eine Bergkette zwischen ist. Nunja... aber die Milch kommt trotzdem in die supermärkte.

Andere Länger, andere Sitten. Und auch andere Gesetze. Darüber muss man sich immer im Klaren sein. Bin ich auch, wenn ich in Hong kong kaufe, denn ich habe da kein rückgaberecht.

Mercury schrieb am 8. Dezember 2011 um 21:21 folgenden Kommentar:

Oh, ich hab gar nicht erwähnt, dass ich auch empört bin... aber das resultiert eigentlich mehr daraus, dass ich generell gegen walfang bin, weil ich diese tiere für sehr wertvoll halte.

Anonym schrieb am 15. Dezember 2011 um 01:36 folgenden Kommentar:

Ihr wisst schon, dass die Russen wenn man nicht zufällig Strahlung in Schweden gemessen hätte dem Rest der Welt gar nichts mitgeteilt hätten? Tschernobyl war nicht die einzige Reaktorkatastrophe in der SU.
Dann haben wir damals auch fröhlich Milch aus Norddeutschland mit verstrahlter Milch aus Bayern gemischt, weil die bayerische Milch sonst nicht mehr verkäuflich gewesen wäre.

Zu Japan, es werden Gelder aus einem Hilfsfond genommen, das können aber müssen keine Spendengelder von Privat sein. Dann werden fast ausschließlich Zwergwale gejagt, die sind im Gegensatz zu einer ganzen Menge Thunfischarten laut IUCN nicht bedroht, aber Säugetiere scheinen wohl schützenswerter zu sein.

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